Schwimmbahnen Masters im Berliner Schwimmverband  
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Berliner Kurzbahnmeisterschaften der Masters 2011

28.11.2011

Zumindest den Topschwimmern der Berliner Masters kann man nicht vorwerfen, sie würden ihre Regionalmeisterschaften nicht ernst nehmen. Frei nach der Devise „Wettkampf ist das beste Training“ werden Berliner Meisterschaften genutzt, um sich auf absolute Höhepunkte vorzubereiten und Wettkampfhärte zu trainieren. Sieht man in die Ergebnislisten der Offenen Klasse, so fehlen dort schon seit einigen Jahren sehr häufig die Namen der Berliner Spitzenathleten. Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Die Erprobung einer Ein-Tages-Veranstaltung mag dazu beigetragen haben, dass in der Summe auch die Einzelstarts um mehr als 130 höher ausfiel. Eine genaue Analyse dazu muss noch erfolgen, um einen eindeutigen Zusammenhang herstellen zu können. Das meist positive Feed-back vor Ort bestätigt jedoch die Vermutung, dass eine eintägige Veranstaltung durchaus Gefallen findet. Die Anzahl der teilnehmenden Vereine ist mit 29 konstant.

Nichtsdestotrotz bleiben auch einige Betrübtheiten. Einige Wettbewerbe werden so schlecht angenommen (z.B. die Rückenstrecken der Männer), dass die Siegerehrungen nur wehmütig über die Bühne gingen. Insgesamt gab es fast 50 Berliner Kurzbahnmeister, die im so genannten Alleingang zu Gold schwammen. Schaut man dann in die Protokolle einiger nationaler oder gar internationaler Veranstaltungen entdeckt man dort immer wieder unzählige Berliner Masterschwimmer, die man bei Berliner Meisterschaften allerdings nie sieht…

Die Frauen zeigen, dass Rekorde im Schwimmen auch ohne Ganzkörperanzug möglich sind. Die Auftriebsdifferenz zum jetzt erlaubten knielangen Schwimmanzug ist nicht so wahnsinnig nachteilig, als dass man sie nicht ausgleichen könnte. Ute Romberg (BSC Robben) schwamm in der Altersklasse 50 über 50m und 100m Rücken mit 34,15 und 1:12,88 zwei Europarekorde und über 100m Lagen in 1:14,03 Deutschen Rekord. Brigitte Merten (SG Neukölln) schraubte den DR über 100m Schmetterling in der AK 65 auf 1:15,93. Zudem gab es mehrere Rekorde in Staffelwettbewerben, die eher selten auf dem Programm stehen. Ob diese Rekorde je anerkannt werden, ist fraglich, denn die verfügbaren Rekordlisten der LEN waren zum Zeitpunkt der Meisterschaft veraltet.

Das Organisationsteam von Vorspiel SSL bemühte sich, die Veranstaltung einer Meisterschaft angemessen durchzuführen. An dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass ein Ausrichter auf eine amtliche Veranstaltung relativ wenig Einfluss nehmen kann, da der Zeitrahmen und der Ablaufplan vom Veranstalter vorgegeben sind. Dass mitunter eine Siegerehrung etwas länger dauern kann, sollten Aktive und Kampfrichter akzeptieren können.

(ug)