Schwimmbahnen Masters im Berliner Schwimmverband  
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Berliner Meisterschaften der Masters - Kurze Strecken

28.06.2010

Am 29./30. Mai wurden die Meisterschaftstitel auf den Kurzen Strecken für die Berliner Masters vergeben. Bei 198 Einzelentscheidungen siegten dabei mehr als ein Viertel aller Titelträger im so genannten Alleingang. Es handelt sich bei den Alleingängen nicht allein um möglicherweise „exotische“ Strecken in den höheren Altersklassen sondern auch um Wettbewerbe wie die 100m Freistil und die 50 m Brust. Ein Trauerspiel! Denn bei fehlender Konkurrenz ist doch so mancher Titel relativ wertlos, wenn denn auch noch die erzielte Zeit schwach ist. Nein, diese Beteiligung kann aus Sicht eines der leistungsstärksten Verbände Deutschlands mit mehr als 60 Vereinen nicht befriedigen. Selbst große Vereine mit besten Trainingsbedingungen (siehe u. a. Belegungspläne SSE) schaffen es nicht, ihre Masterschwimmer in der Masse an den Start zu bringen und für mehr Konkurrenz innerhalb des Berliner Verbandes zu sorgen. Möglicherweise trug der vor 14 Tagen ausgetragene Masters-Cup dazu bei, dass einige Sportler etwas wettkampfmüde waren. Doch Meisterschaft bleibt Meisterschaft! Und so kann man sich nur wundern, dass 14 junge Männer in der Ak20 um den Meisterschaftstitel über 50 m Schmetterling kämpften, der Titel über 50 m Brust in derselben Altersklasse aber im Alleingang vergeben wurde. Wenn der frühe Sonntagmorgen bei vielen Sportlern zunehmend unbeliebter wird, muss sich der Verband etwas einfallen lassen, um ein solches Debakel zu vermeiden.

Sportlich betrachtet, waren viele der geschwommenen Zeiten auch nur kühle Ernüchterung. Auf dem Weg nach Göteborg bleibt noch etwas Zeit, Reserven herauszukitzeln. Gut in Form präsentierten sich bereits die Damen von der SG Neukölln Marga Schulze, Monika Senftleben und Brigitte Merten, wobei die Niederlage Marga Schulzes über 50m Freistil gegen Ingrid König (Köpenicker SV) schmerzen dürfte. In den mittleren Altersklassen gewannen Marlies Zurhorst (Vorspiel SSL), Elke Peukert (Pro Sport) und Ina Ziegler (BTSC) mehrere Titel in teilweise meisterlichen Zeiten. Ein wenig schwach besetzt war die AK 35, während sich in der Altersklasse darunter mit Sophia von Halasz (TiB 1848) eine Schwimmerin etablierte, die mit Berliner Mastersmeisterschaften ein neues Terrain betrat. Wenn die Schwestern Heike und Kertin Nafe (Wasserratten) in der AK 25 an den Start gingen, waren sie hier nicht zu schlagen. Und auch in der AK 20 sah man mit der souverän siegenden Jenny Lahl (BTSC) ein relativ neues Gesicht bei den Masters.
Auch in den Siegerlisten der Herren gab es kaum Veränderungen. Mit Peter Senftleben, Heinz Dekara, Wolfgang Gätcke und Klaus Merten (SG Neukölln) sowie Hartmut Lemcke und Joachim Schulze sah man auch bei dieser Meisterschaft altbekannte Gewinner mehrmals auf dem Podium. BSV-Schwimmwart Thomas Beyer (Aqua) gewann beide Rückendistanzen in der AK 55 souverän. In den mittleren Alterklassen dominierten Rainer Fritsche (BTSC), Ralf Schulz (Humboldt Uni) und Markus Follmann (Vorspiel SSL) ihre Haupt- und Nebenlagenstrecken und erschwammen mehrere Titel. Mit Stefan Mainus (Friesen) tauchte in der AK 45 ein neuer, erfolgreicher Konkurrent auf.
Zwischen den Altersklassen 40 und 25 kamen die Spok-Asse um den Erfolgstrainer Olaf Mucha - Heiko Krumbeck, Torsten Blaschta, Thomas Richter, Torsten Skalda und Oleg Valynkevitch - insgesamt zu 15 Titeln. Richtig mitmischen konnten hier nur Frank Stüwe (CSV), Gunnar Splittgerber (Vorspiel SSL), Erik Benschia (Humboldt Uni), Christian Kroll (Schöneberg) und Kai Dame (Wasserratten) sowie Robert Weißhuhn (Pro Sport). In der AK 25 über 50 m Freistil gab es dann auch die knappste Entscheidung der gesamten Veranstaltung: Ralf Wölfer (Friesen) gewann mit 25,11 Sekunden eine Hundertstelsekunde vor Kai Dame. Und der Dritte André Meißner (ebenso Friesen) lag nur acht Hundertstel hinter Silber zurück. Doch solch spannende Entscheidungen gab es leider viel zu selten.
In der Ak20 erkämpften Steven Koch und Nick Kreemke (beide Berolina) drei, Fabian Trölenberg (Steglitz) und Jan Kölling (Neukölln) jeweils zwei Meisterschaftstitel.

(ug)