Schwimmbahnen Masters im Berliner Schwimmverband  
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DMM in Regensburg

04.07.2007

„Das Einschwimmen ist ja eine Katastrophe!“, so äußerte sich Monika Senftleben von der SG Neukölln auf die Frage, nach ihren Eindrücken bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Masters in Regensburg.
Und in der Tat, nicht nur sie äußerte sich diesbezüglich nachdenklich. „Eine Einschwimmgelegenheit ohne von öffentlichen Badegästen gestört zu werden, muss gewährleistet werden“, so Hartmut Lemcke, SG Schöneberg. Mehr als tausend Schwimmer kann eine Halle mit 50-m-Becken (normaler Bau) auch kaum fassen; das Einschwimmen wird zum Gesundheitsrisiko. Da muss sich der DSV mit seiner Fachsparte „Masters“ etwas einfallen lassen. Denkbar wäre ja zum Beispiel, dass man innerhalb der Wettkampfabschnitte kurze Pausen zum Einschwimmen im Wettkampfbecken lässt oder aber die Teilnehmerzahl über die Pflichtzeitenregelung ein wenig reduziert. Dann wäre es vielleicht auch nicht mehr „so wuselig“, wie Brigitte Merten (ebenfalls von der SG Neukölln) die Angelegenheit sah. „Aber immerhin hatte man ja schon etwas mehr Platz als in Dresden!“, so Brigitte Merten zur Enge in der Halle selbst. Gut dran waren auch diejenigen, die sich einen Gang zu den wenigen Toiletten ersparen konnten: Warteschlangen allenthalben. Und Jürgen Peters (Friesen) meinte: „Ganz gut besucht, aber einige bekannte Gesichter fehlen doch!“ Ob er dabei Aktive aus der Hauptstadt meinte...? Immerhin waren aus Berlin 53 Sportlerinnen und Sportler aus 13 Vereinen am Start. Mit welcher brillanter Bilanz kann man unten im Ergebnisteil sehen.

Nichtsdestotrotz war die Veranstaltung „eigentlich ganz gut organisiert“, äußerte sich beispielsweise Jana Schellenberg (Pro Sport24) und auch Wolfgang Jarmer (Vorspiel SSL) empfand den Ablauf „reibungslos“. Ute Romberg (Robben) hatte hingegen „nicht viel mitbekommen. Ich war gut und das ist o.k.!“, gab sie „zu Protokoll“.
„Dass wir hier als Außenseiter an den Start gegangen sind und einen unglaublichen zweiten Platz erreicht haben, macht mich sehr zufrieden“, war das Resümee von Denis Schaber (Vorspiel SSL).
Robert Weißhuhn (Pro Sport 24) äußerte sich im Wesentlichen positiv, doch ihm fehlten (wie auch anderen Teilnehmern) Anschlagmatten an der Wendenseite (die es beispielsweise bei den Landesmeisterschaften Brandenburg-Berlin in diesem Jahr gab). Bei über 40.000 Euro Meldegeldern sollten Veranstalter und Ausrichter in der Lage sein, ein optimal eingerichtetes Becken gewährleisten zu können. Wertlos sind die vielen guten Startzeiten der Staffelschwimmer (die bekanntlich laut Regelwerk der FINA offiziell anerkannt werden müssen), weil sie hier nicht registriert werden konnten. Und was nützen Sportlern und Trainern 100-m-Zwischenzeiten in einer 4x50-m-Staffel? Meines Erachtens ist das nicht meisterschaftskonform und dürfte bei diesen erzielten Einnahmen auch keine finanzielle Frage sein. Man spart ja schon an den immer wieder angekündigten, aber nie durchgeführten, Dopingkontrollen!
Fazit: Die Deutschen Meisterschaften platzen aus den Nähten! Trotz einiger Unannehmlichkeiten sind sie aber für viele Berliner Sportler immer wieder ein Erlebnis der besonderen Art. Und „Regensburg ist immer eine Reise wert“ (auch ohne DMM), wie Frank Rauchfuß (BSC Delphin) schließlich resümierte.

(ug)

Ergebnisse:

Herren:
50m F, AK 80: 1. Fritsche (BTSC) 37,21; 200m F, AK 80: 1. Fritsche 3:28,72, AK 65: 3. J.Schulze (SGS) 2:45,25, AK 20: 2. Weißhuhn (Pro Sport) 2:02,35; 50m R, AK 80: 1. Fritsche 48,24; 100m R, AK 65: 3. A.Hewelcke (SGN) 1:26,28; 50m B, AK 80: 1. Fritsche 47,44, AK 60: 3. Gätcke (SGN) 36,76, AK 40: 2. Jarmer (Vorspiel) 31,28; 100m B, AK 70: 3. Lemcke (SGS) 1:36,35, AK 60: 2. Gätcke 1:23,94, AK 40: 1. Jarmer 1:11,22; 50m S, AK 60: 1. Schröder (Humboldt) 31,13; 100m S, AK 60: 1. Schröder 1:13,87, AK 40: 3. Karolyi (Robben) 1:06,06; 200m L, AK 65: 2. Hewelcke 3:06,49, 3. Schulze 3:09,34, AK 20: 3. Müller (Pro Sport) 2:20,53; 4x50m F, AK F: 3. SGS (Schulze, Naumann, Tekken, Brandt) 2:03,62; 4x50m B, AK D: 2. Vorspiel (Schaber, Garlt, Jarmer, Helbing) 2:17,94; 4x50m L, AK F: SGS (Brandt, Lemcke, Neubecker, Tekken) 2:23,80;

Damen:
50m F, AK 65: 3. Senftleben (SGN) 38,29, AK 60: 1. Merten (SGN) 33,33, AK 25: 2. Hoyer (Ajax Köpenick) 28,66; 100m F, AK 60: 1. Merten 1 :14,19, AK 25 : 2. Hoyer 1:02,14 ; 200m F, AK 25: 2. Hoyer 2:19,61; 50m R, AK 65: 3. P.Hewelcke (SGN) 46,31, AK 45: 1. Romberg (Robben) 34,10, AK 30: 1. Richter (Robben) 33,00; 100m R, AK 60: 1. Merten 1:28,71, AK 45: 1. Romberg 1:15,77; 50m B, AK 65: 1. Senftleben 42,36 (WR); 100m B, AK 65: 3. Senftleben 1:40,79; 50m S, AK 60: 1. Merten 37,05; 100m S, AK 65: 2. Senftleben 1:44,56, AK 60: 1. Merten 1:23,82; 200m L, AK 65: 1. Merten 3:02,67; 4x50m F, AK F 1. SGN (M.Schulze, Senftleben, Stübert, Merten) 2:25,76; 4x50m B, AK F: 1. SGN (Stübert, Hewelcke, Merten, Senftleben) 2:57,57.