Schwimmbahnen Masters im Berliner Schwimmverband  
Impressum 
  news > berichte   
 
 
 
 
LM Berlin-Brandenburg

22.08.2007

Glosse: Landesmeisterschaften der Masters Berlin-Brandenburg, Kurze Strecken, 2007

Nach drei Generalproben ist Brandenburg, speziell dessen wichtigster Schwimmverein, dazu berufen, höhere Gipfel zu erklimmen. Man weiß nun, wie man gute Landesmeisterschaften ausrichten muss, um jeden glücklich zu machen.

Keine Frage, ein paar nörgelnde Besserwisser wird es immer geben. Darüber kann man hinwegsehen. Solange man alle Teilnehmer zunächst mit einem herzlichen „Willkommen“ umarmt, werden es schon spannende Wettkämpfe im schönen Marienbad – trotz Nieselregens und ohne Grillwurst.
Aber vielleicht sollte es nicht unbedingt wieder eine Altersklassenmeisterschaft sein, sondern eher ein Wettbewerb der offenen Klasse? Dann hat man garantiert keine Schwierigkeiten mit der Einteilung der Altersklassen und der entsprechenden Laufsetzung. So wäre es aus sportlicher Sicht auch unerheblich, ob dann hinter Meier Jahrgang 1962 oder 1968 steht. Hauptsache, Meier ist Meier und der Vereinsname ist korrekt. Und wenn jemand mit Fabelweltrekord ins Meldeergebnis übernommen wird, erhöht das doch nur den sportlichen Ehrgeiz. Die Warnblinklampe am PC war offensichtlich ausgeschaltet oder kaputt (so wie die Anzeigetafel im Stadion) als Rosi Reifens Meldezeit von 1:00,00 Minute über 100 m Brust eingegeben wurde. Wird sie mit diesem Druckfehlerchen womöglich noch schneller schwimmen können? Egal. Ist es nicht doch sportlicher, ein Fehlerchen zu akzeptieren, als vergleichsweise Meldungen zu einer Landesmeisterschaft abzugeben (und annehmen zu müssen), bei denen die Meldezeiten komplett fehlen? Doch womöglich ist hier in Brandenburg, nennen wir ihn ‚Pierre Hirsch’, seinen ersten Wettkampf überhaupt geschwommen. Er hatte eben keine parat. Möglich ist alles, auch in der Altersklasse 65 und drüber.
Wichtig erscheint noch bei Namensgleichheit, dass der Meier aus dem Verein „Schwangerer Flipper“ nicht mit dem Meier aus dem Verein „Müde Seekuh“ bei der Eingabe der Staffelteilnehmer verwechselt wird. Dann nämlich könnte es Probleme geben mit Tom Ehrhardt vom DSV beim Abgleich der Vereinsdaten. Aber aus sportlicher Sicht wäre das wiederum in der offenen Klasse kein Problem. Denn Meier kennt ja seine Seekühe und wird auch mit ihnen gestartet sein. Es sei denn, Meier ist gar nicht geschwommen, sondern Mehlwurm ist kurzfristig eingesprungen (was heute ja niemandem wirklich auffällt bzw. auffallen will*). Aber daran wollen wir gar nicht denken. Hauptsache, die Geschlechtsbestimmung stimmt, was im Zeitalter von Fast-Skin-Anzügen auch zunehmend schwieriger wird.
Ach, noch was: Den Vertretern der Presse müssten Stoppuhren gegeben werden, damit sie die Zeiten selbst nehmen können. Das geht schneller, als auf die Ergebnislisten zu warten. Das Montagsblatt muss fertig werden, denn die Aktiven wollen ja schließlich wissen, wie schnell sie am Vortag waren und welchen Platz sie belegt haben. Nun, und wenn die Schreiberlinge schon stoppen, könnten sie doch auch gleich im Wettkampfgericht aushelfen.

* betrifft den DSV

P.S. Ergebnisinteressierte werden unter www.masters-in-berlin.de alles Wichtige finden.

(ul)